
Der 6. März 2026 war ein wichtiger Tag für die kritische Infrastruktur in Deutschland.
Gleich zwei Meilensteine:
1. Der Bundesrat hat das KRITIS-Dachgesetz verabschiedet.
2. Die NIS-2-Registrierungsfrist beim BSI ist abgelaufen.
Was bedeutet das konkret?
KRITIS-Dachgesetz: Der Gesetzgebungsprozess ist abgeschlossen.
Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat zugestimmt.
Das Gesetz tritt in Kraft, sobald es im Bundesgesetzblatt verkündet wird.
Betroffen sind rund 1.300 Betreiber kritischer Anlagen in 10 Sektoren, deren Anlagen mehr als 500.000 Personen versorgen.
Die Pflichten:
- Registrierung beim BBK
- Risikoanalysen alle 4 Jahre
- Umsetzung von Resilienzmaßnahmen
- Meldepflicht bei Vorfällen innerhalb von 24 Stunden
- Bußgelder bei Verstößen bis 1 Mio. Euro
NIS-2-Registrierung: Die Zahlen sind ernüchternd.
Von geschätzt 29.850 betroffenen Unternehmen waren Stand 7. März rund 11.500 registriert. Das sind 38,5 Prozent. Zwei Wochen vor Ablauf der Frist waren es sogar nur 4.856.
Die Nicht-Registrierung ist ab sofort eine Ordnungswidrigkeit. Experten rechnen kurzfristig nicht mit Bußgeldern, eine sofortige Durchsetzung gilt als unwahrscheinlich. Aber die Rechtsgrundlage steht: Für die reine Nicht-Registrierung drohen Bußgelder bis 500.000 Euro. Der Gesamtrahmen für NIS-2-Verstöße (Risikomanagement, Meldepflichten, technische Maßnahmen etc.) reicht deutlich weiter: bis 10 Mio. Euro oder 2 Prozent des Jahresumsatzes für besonders wichtige Einrichtungen. Bis 7 Mio. Euro oder 1,4 Prozent für wichtige Einrichtungen.
Was sollten Unternehmen jetzt tun?
Wenn Sie sich noch nicht registriert haben: Holen Sie es umgehend nach. Die Registrierung bleibt möglich, und je früher Sie handeln, desto besser.
Wenn Sie bereits registriert sind: Bereiten Sie sich auf die nächsten Schritte vor. NIS-2 verlangt weit mehr als nur die Registrierung. Risikomanagement, technische Maßnahmen, Meldeprozesse und Schulungen der Geschäftsleitung stehen an.
Wenn Sie unter das KRITIS-Dachgesetz fallen: Die Umsetzungsfrist beginnt nach Ihrer Registrierung beim BBK. 9 bis 10 Monate klingen nach viel. Erfahrungsgemäß sind sie es nicht.
Beide Gesetze verfolgen dasselbe Ziel: Deutschland widerstandsfähiger machen. Der regulatorische Rahmen steht jetzt. Die Umsetzung liegt bei den Unternehmen.
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CKK Consult - Rat und Unterstützung für den Krisenfall
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