Wer in Ihrem Unternehmen entscheidet, was wann bei Wetterwarnungen passiert?
Nach einer der längsten Trockenphasen seit Messbeginn, warnt der Deutsche Wetterdienst aktuell für diese Woche vor Gewittern mit Starkregen, zum Wochenende hin vor mehrstündigem Stark- und Dauerregen.
Für Stadtwerke und Netzbetreiber ist Starkregen kein Wetterthema, sondern ein Betriebsrisiko: Vollgelaufene Trafostationen, überflutete Umspannwerke, überlastete Kanalnetze, Oberflächenwasser im Trinkwassergewinnungsgebiet. In den vergangenen Jahren hat jedes dieser Szenarien nach Stark- oder Dauerregen in Deutschland real stattgefunden, mit Stromausfällen für Tausende Haushalte und Abkochgeboten für ganze Versorgungsgebiete. Und nach wochenlanger Trockenheit kann der Boden Wasser schlechter aufnehmen, was den Abfluss an der Oberfläche verstärkt.
Das Entscheidende an Starkregen: Er kommt mit Vorwarnung, aber ohne Vorlaufzeit. Bei Gewitterregen liegen zwischen der Warnung und dem vollgelaufenen Umspannwerk oft nur Stunden, zwischen dem ersten Schwall an Störmeldungen und dem Ausfall mehrerer Betriebsmittel Minuten. Ein allgemeiner Notfallplan hilft dann wenig. Was hilft, ist ein Ereignisreaktionsplan für genau dieses Szenario: kompakt, handlungsorientiert, für Bereitschaft, Einsatzleitung und Krisenstab.
Drei Fragen entscheiden, ob so ein Plan im Ereignisfall trägt:
1. Sind die Auslöser vorab definiert?
Also: Welche Warnstufe des Wetterdienstes und welche betrieblichen Ereignisse setzen den Plan in Kraft, ohne dass erst diskutiert werden muss?
Die Warnstufen und ihre Schwellen zeigt die Kachel.
2. Sind die ersten 30 Minuten geregelt?
Eigengefährdung ausschließen, elektrische Gefahrenbereiche sichern, kritische Anlagen überwachen, Einsatzleitung einrichten.
3. Ist der Übergang zum Krisenstab klar?
Vom lokalen Ereignis über mehrere Schadensstellen bis zur Großschadenslage: Wer entscheidet wann, dass die Bereitschaft nicht mehr reicht?
Die Warnung kommt in jedem Fall. Ob daraus eine geordnete Reaktion wird oder ein Improvisieren unter Zeitdruck, entscheidet sich vorher.
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CKK Consult - Rat und Unterstützung für den Krisenfall