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Psychologie unter Druck | Teil 4 von 5

Die ge­fähr­lichs­te Phase einer Krise ist nicht, wenn die Füh­rungs­kraft merkt, dass sie an die Gren­ze kommt. Son­dern wenn sie es nicht mehr merkt.

Schla­f­ent­zug wirkt ab einer ge­wis­sen Dauer wie Al­ko­hol.

Stress ak­ti­viert die HPA-Achse, das kör­perei­ge­ne Stress­re­ak­ti­ons­sys­tem. Der präfron­ta­le Kor­tex, das Areal für stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen, ist davon am stärks­ten be­trof­fen. Schon mil­der aku­ter Stress reicht für ko­gni­ti­ve Ver­lus­te.

Bei chro­ni­scher Be­las­tung über Stun­den und Tage ver­schärft sich der Ef­fekt:
Schlaf­man­gel ak­ku­mu­liert, die Ent­schei­dungs­qua­li­tät sinkt li­ne­ar wei­ter.

Hier kommt die un­be­que­me Er­kennt­nis: Wer am Limit ist, weiß es selbst am we­nigs­ten.

Schlaf­re­strik­ti­ons-Stu­di­en zei­gen: Pro­ban­den, die nur sechs Stun­den pro Nacht schlie­fen, fühl­ten sich sub­jek­tiv kaum müder. Ihre ob­jek­ti­ve Leis­tung sank trotz­dem li­ne­ar wei­ter. Men­schen er­ken­nen Ver­zer­run­gen bei an­de­ren viel leich­ter als bei sich selbst, auch dann, wenn sie den Mecha­nis­mus ken­nen.

Kon­se­quenz: Die Selbst­aus­kunft "Mir geht's gut, ich kann noch" ist als In­di­ka­tor un­zu­ver­läs­sig. Es braucht ex­ter­ne Beo­b­ach­tung.

Hier schließt sich der Kreis zur Kri­sen­stabs­ar­beit.

Re­si­li­enz ist keine Cha­rak­terei­gen­schaft. Was nach­weis­lich wirkt, ist Struk­tur:
klare Schich­ten, Dop­pel­be­set­zung, ge­üb­te Ab­lö­sung, vorab be­nann­te Beo­b­ach­ter.

Kon­kre­te Werk­zeu­ge fin­den Sie in den Ka­cheln.

Der ge­mein­sa­me Nen­ner all die­ser Maß­nah­men:
Struk­tur er­setzt das, was unter Stress nicht mehr zu­ver­läs­sig funk­tio­niert.

Genau des­halb sind rea­li­täts­na­he Kri­sen­stabs­übun­gen wich­tig. In einer rea­len Lage zeigt sich erst nach Stun­den, ob die Schich­t­ablö­sung funk­tio­niert, ob Stell­ver­tre­tun­gen wirk­lich über­neh­men kön­nen, ob die Ver­ein­ba­run­gen in kon­kre­ten Stress-Si­tua­tio­nen auch wirk­lich ge­lebt wer­den. Eine Übung, die nach 90 Mi­nu­ten endet, prüft das nicht. Eine mehr­stu­fi­ge Übung mit ech­ter Ab­lö­sung und ech­ter Be­las­tung prüft genau das.

Wir un­ter­stüt­zen Un­ter­neh­men und Be­hör­den seit über 20 Jah­ren beim Auf­bau funk­ti­ons­fä­hi­ger Kri­sen­stä­be, beim Er­stel­len be­last­ba­rer Kri­sen­hand­bü­cher und bei rea­li­täts­na­hen Übun­gen, in­klu­si­ve Me­dien­trai­nings und Spre­cher-Brie­fings.

Un­se­re Platt­form eCRISMA® bün­delt alle für das Kri­sen­ma­na­ge­ment re­le­van­ten Do­ku­men­te, bie­tet blitz­schnel­len Zu­griff und ein di­gi­ta­les Kri­sen­pro­to­koll mit Ver­schlüs­se­lung für rechts­si­che­re Do­ku­men­ta­ti­on, auch bei IT-Aus­fäl­len. Das in­te­grier­te Feed­back­sys­tem mit Än­de­rungs­jour­nal sorgt für stän­di­ge Ak­tua­li­tät und Nach­voll­zieh­bar­keit.

Im letz­ten Teil die­ser Serie schau­en wir auf die Au­f­ar­bei­tung nach der Krise.

➡️ Spre­chen Sie uns an: www.ckk-con­sult.de
CKK Con­sult - Rat und Un­ter­stüt­zung für den Kri­sen­fall

Die­ser Bei­trag ist Teil un­se­rer Serie zur Psy­cho­lo­gie unter Druck. Kern­kom­pe­tenz der CKK Con­sult OHG ist Kri­sen­ma­na­ge­ment, nicht psy­cho­lo­gi­sche Be­ra­tung. Wir be­leuch­ten die psy­cho­lo­gi­sche Di­men­si­on, weil sie die Ar­beits­fä­hig­keit von Kri­sen­stä­ben un­mit­tel­bar be­ein­flusst.