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Warum Niedrigwasser ein Krisenfall mit Ansage ist und wie Unternehmen sich vorbereiten können.

Das Kern­kraft­werk Paks steht still, weil die Donau zu wenig Was­ser führt. Erst­mals in 44 Jah­ren Be­trieb hat das un­ga­ri­sche KKW in der Nacht zum 2. Au­gust sei­nen letz­ten Re­ak­tor­block her­un­ter­ge­fah­ren. Die Saug­stut­zen der Kühl­was­ser­pum­pen lagen höher als der Was­ser­spie­gel. Rund 2.000 Me­ga­watt feh­len seit­dem, nach Be­trei­ber­an­ga­ben knapp die Hälf­te der un­ga­ri­schen Stromer­zeu­gung. Groß­ver­brau­cher wur­den zu­nächst zu frei­wil­li­ger Re­duk­ti­on auf­ge­ru­fen, ver­bind­li­che Dros­se­lun­gen sind recht­lich vor­be­rei­tet.

Das ist keine ferne Rand­no­tiz. Das­sel­be Sze­na­rio er­reicht ge­ra­de Deutsch­land.

An­fang Au­gust sind an meh­re­ren Rhein­pe­geln die All­zeitre­kor­de von 2018 ge­fal­len, in Köln, Düs­sel­dorf und Duis­burg-Ruhr­ort. In­zwi­schen ist auch am Eng­pass Kaub das his­to­ri­sche Tief un­ter­schrit­ten. Die Zah­len zeigt die erste Ka­chel. Das ei­gent­lich Alar­mie­ren­de ist der Zeit­punkt: Die alten Re­kor­de stam­men vom Ok­to­ber. Die Nied­rig­was­ser­sai­son hat ge­ra­de erst be­gon­nen, und die Bun­des­an­stalt für Ge­wäs­ser­kun­de er­war­tet für die kom­men­den zwei Wo­chen keine Ent­span­nung.

Die Fol­gen lau­fen be­reits durch die Lie­fer­ket­ten: Meh­re­re Che­mie­un­ter­neh­men haben nach An­ga­ben des Bran­chen­diens­tes ICIS hö­he­re Ge­walt für ein­zel­ne Pro­duk­te er­klärt. thys­sen­krupp hat schon Mitte Juli die ei­ge­ne Schub­schiff­fahrt ein­ge­stellt und die Hochö­fen vor­sorg­lich leicht ge­dros­selt. An west­deut­schen Tan­k­la­gern wird Ben­zin knapp. Das Kie­ler In­sti­tut für Welt­wirt­schaft schätzt den Wert­schöp­fungs­aus­fall im drit­ten Quar­tal grob auf ein bis zwei Mil­li­ar­den Euro.

Wie weit das gehen kann, hat 2018 ge­zeigt: Da­mals gab das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um wegen des Rhein-Nied­rig­was­sers Teile der na­tio­na­len Erd­öl­re­ser­ve aus den Be­stän­den des Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ver­ban­des frei, re­gio­nal be­grenzt auf die Rhein­schie­ne. Es war die vier­te Frei­ga­be seit 1978, und die Ein­zi­ge, die je durch eine un­ter­bro­che­ne Trans­port­ket­te im In­land aus­ge­löst wurde.

Und be­reits in der Dis­kus­si­on: eine Prio­ri­sie­rung von Trans­por­ten. Für Un­ter­neh­men heißt das im Klar­text: Wer in einer sol­chen Rei­hen­fol­ge nicht vor­kommt, muss selbst vor­ge­sorgt haben.

Dabei ist Nied­rig­was­ser das sel­te­ne Kri­sens­ze­na­rio mit wo­chen­lan­ger Vor­warn­zeit. Pegel fal­len nicht über Nacht, sie fal­len an­ge­kün­digt. Seit Mitte Juli gibt es mit NIWIS erst­mals ein bun­des­wei­tes, kos­ten­lo­ses Nied­rig­was­ser-La­ge­bild des Bun­des, dazu of­fe­ne Pe­gel­da­ten im Vier­tel­stun­den­takt. Die Frage ist nicht, ob man es kom­men sehen kann. Die Frage ist, ob Ihr Un­ter­neh­men seine ei­ge­ne kri­ti­sche Pe­gel­mar­ke kennt und was ab die­ser Marke pas­siert. Wie Sie sich vor­be­rei­ten, zeigt die zwei­te Ka­chel.

Ein fal­len­der Pegel ist keine Über­ra­schung. Er ist eine An­sa­ge mit Wo­chen Vor­lauf, man muss sie nur lesen.

➡️ Spre­chen Sie uns an: www.ckk-con­sult.de
CKK Con­sult - Rat und Un­ter­stüt­zung für den Kri­sen­fall